Cumdente - Photo-aktivierte Therapie

Klinische Studien

1. Photodynamische Therapie von Wurzelkanälen

Zur Bestimmung der Effizienz der photodynamischen Therapie bei endodontischen Behandlungen wurden primär zwei Studien durchgeführt. In beiden Studien wurde der Grad der Infektion in den Wurzelkanälen zu bestimmten Punkten der Wurzelbehandlung bestimmt.
Die erste Studie, an der sechs Patienten teilnahmen, diente zunächst zur Evaluierung einer geeigneten Vorgehensweise bei der Probennahme von infiziertem Gewebe ohne eine weitere Kontamination. Alle Zähne wurden mittels Kofferdam isoliert und die Zahnkronen wurden mittels PAS desinfiziert. Nach Schaffung der Zugangskavität wurde die Kanalöffnung erweitert und mit einem sterilen Instrument Proben von der Kanalwand genommen. Diese wurden anschließend mikrobiologisch untersucht. Die Wurzelkanäle wurden aufbereitet, wobei vor jedem Instrumentenwechsel mit 1% NaOCl gespült wurde. Nach der Aufbereitung wurden die Kanäle mit Salzlösung gespült. Ein weiteres steriles Instrument wurde in den Kanal eingeführt und eine Probe von der Dentinoberfläche genommen, welche ebenfalls mikrobiologisch untersucht wurde. Schließlich wurden die Kanäle mittels photodynamischer Therapie behandelt und weitere mikrobiologische Proben genommen. Die Ergebnisse sind in Abb.8 dargestellt und zeigen, dass nach einer konventionellen Wurzelkanalaufbereitung noch restliche Keime im Kanal verbleiben. Diese wurden durch die photodynamische Therapie – mit Ausnahme eines Falls, bei welchem eine Kontamination bei der Probennahme erfolgte – vollständig entfernt.

Abb.8: Sechs Wurzelkanäle vor und nach photodynamischer Therapie.

In einer zweiten Studie wurden insgesamt 32 Kanäle behandelt. Das Vorgehen war ähnlich zu dem der vorherigen Studie, jedoch wurden hier bei der Wurzelkanalaufbereitung zwei Spüllösungen (20% Zitronensäure, gefolgt von 2.25% NaOCl) verwendet. Die Kanalaufbereitung erfolgte wie gehabt. Proben wurden vor und nach der Wurzelkanalaufbereitung sowie nach der photodynamischen Therapie genommen. Die Ergebnisse sind in Abb.9 dargestellt.

Abb.9: 32 Wurzelkanäle vor und nach photodynamischer Therapie.

Keiner der Patienten berichtete über Schmerzen nach der Obturation und klinische Untersuchungen zeigten, dass alle Zähne symptomfrei und percussionsunempfindlich waren. Auch die röntgenographischen Untersuchungen waren ohne Befund. Zeitnahe Nachuntersuchungen zeigten, dass die photodynamische Therapie außerdem zu einer schnelleren post-operativen Regeneration des Knochens führte.

Abb.10 A: Apikale Radioluzenz nach Wurzelkanalfüllung.
Abb.10 B: Schnelle Regeneration des Knochens nach 9 Monaten.

2. Photodynamische Therapie von kariösen Läsionen
Ziel der klinischen Studie war die vollständige Eliminierung von Bakterien in einer kariösen Läsion. Die jeweilige Läsion wurde geöffnet und nach Isolierung des Zahnes wurde eine kleine Menge des infizierten Gewebes entnommen und mikrobiologisch kultiviert. Das restliche infizierte Gewebe wurde mittels photodynamischer Therapie behandelt, danach entfernt und ebenfalls kultiviert. Die Ergebnisse zeigen, dass in neun von zehn Fällen alle kultivierbaren Bakterien durch die photodynamische Therapie eliminiert wurden (s. Abb.11). Die Präsenz von Bakterien nach der photodynamischen Therapie im 10. Fall beruht darauf, dass der Patient (ein Kind) die Kavität nach der photodynamischen Therapie abgeleckt hatte.

Abb.11: Wirkung der photodynamischen Therapie auf kariöses Dentin.

3. Photodynamische Therapie in der PA- und Periimplantitis-Therapie/von Sofortimplantationen

In-vitro Studien haben gezeigt, dass die photodynamische Therapie effektiv gegen die Erreger von Parodontalerkrankungen wirkt. Wenn diese Technik auf die klinische Situation übertragen werden und die photodynamische Therapie in Parodontaltaschen angewendet werden kann, führt dies zu einer effizienten Eliminierung von parodontalen Krankheitserregern. Aufgrund ihrer Anatomie sind Zahnfleischtaschen jedoch schwieriger bakterienfrei zu machen und als z.B. Wurzelkanäle zu halten. Zusätzlich befinden sich in den Taschen Flüssigkeiten (z.B. Blut, Eiter), welche zu einer Verdünnung des Photosensitizers führen und damit dessen Aktivität herabsetzten könnten. Außerdem könnte der Zugang des Laserlichts in alle Bereiche der Taschen gehindert werden. Daher wurde für die Anwendung in der PA ein spezielles Gel entwickelt, in den der Photosensitizer eingebunden ist.

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