Cumdente - »Frage des Monats«
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Archiv 2011
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Uneingeschränkt: Ja! Die adjustable Matrix wurde als universelles Verbindungselement für die Click-, Clickvx- und Locator®-Implantatprothetik entwickelt. Das Titangehäuse zur Aufnahme eines Cumdente Aktiv-Retainers verfügt über einen Einstellring zur Justierung der Abzugskräfte. Im entspannten Zustand ist die Abzugskraft jeweils über die Haltekraft des Aktiv-Retainers definiert. Die Haltekraft kann durch einfaches Drehen des Einstellrings der adjustable Matrix mit dem Matrix Driver stufenlos erhöht werden.
Zur Befestigung der adjustable Matrix in die Prothesenbasis sollte zur Optimierung des Haftverbunds zum Prothesenkunststoff ein Metall Primer auf die Matrize aufgetragen werden. Ein vorheriges Silikatisieren der Metalloberfläche (z.B. mit einem Cumdente Microetcher) wird nicht empfohlen, da möglicherweise Strahlgut ins Gewinde der adjustable Matrix gelangt, so dass sich der Einstellring nicht mehr optimal drehen lässt.
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Click Implants und Clickvx Implants wurden zur einfachen Befestigung von Teil-, Voll- und Teleskopprothesen sowie bedingt abnehmbaren Brücken entwickelt.
Bei dem neuen Clickvx Implant System wurden die Längen und Durchmesservarianten wesentlich erweitert und das Abutment (die Patrize) wurde zweiteilig. Der Vorteil von diesem System gegenüber dem Click Implant System liegt in der Möglichkeit die Höhe des Implantatkopfes (3-6mm) erst nach der Einheilzeit auszuwählen. Für die Zeit der unbelasteten Einheilphase ist eine Abdeckschraube erhältlich. Da die Abdeckschraube eine deutlich geringere Höhe als das Abutment besitzt, kann beim Ausschleifen der Prothese während der Implantationssitzung Zeit eingespart werden. Ferner können die Clickvx Abutments und Patrizen jederzeit ausgetauscht werden.
Selbstverständlich bleibt es bei der bewährten biologischen Breite, d.h. die konisch bakteriendichte Verbindungsstelle zwischen Clickvx Implant und Clickvx Abutment liegt koronal des Alveolarknochens und des Saumepithels im Bereich des Sulcus. Das Instrumentarium des Click Implant- Systems ist kompatibel. Es wird lediglich ein Combi Hex 1.5 Schraubendreher zum Befestigen des Abutments benötigt.
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Antwort:
Nach Prüfung der Erhaltungswürdigkeit und Prognose des Zahnes wird entschieden, ob der Zahn wieder aufgebaut werden kann oder ob er entfernt werden muss und zur Prothesenfixation ein Implantat benötigt wird.
Bei einer guten Prognose des Zahnes wurde bisher versucht das Primärteil nach dem Aufbau des Zahnes wieder so zu befestigen, dass es in das bestehende Sekundärteil passte. Dies war oft mühsam und nicht selten ohne Erfolg, so dass ein neues Primär- und Sekundärteil angefertigt werden musste.
Jetzt gibt es die Möglichkeit solche Zähne einfach, schnell und ohne hohe Kosten zu erhalten:
Nach Vorbohren der Stiftkavität mit einem entsprechenden Vorbohrer (Cumdente, Vorbohrer Click-Primär-Teleskop) wird das Click-Primär-Teleskop ähnlich eines Stiftaufbaus adhäsiv in dem wurzelbehandelten Teleskopzahn befestigt (z.B. Cumdente Flow White) und der Zahnstumpf bis zum Fassreifen mit dem gleichen Aufbaukomposit abgedeckt. Eine auf die Click-Primär-Teleskop-Patrize passende Click Matrize wird nach Ausschleifen des ursprünglichen Sekundär-Teleskopes mit einem kalt- oder dualpolymerisierenden Kunststoff (z.B. Cumdente Dual Base Pink) im Mund des Patienten in die vorhandene Prothese bzw. in das vorhandene Sekundär-Teleskop einpolymerisiert.
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Bei der Photoaktivierten Therapie (z.B. Cumdente PACT200) wird ein biokompatibler Farbstoff (z.B. Toluidinblau) unter Beleuchtung mit Laserlicht (z.B. PACT200-Laser) zu einem breitbandig wirkenden Antiseptikum. Ähnlich der menschlichen Immunabwehr zerstört der dabei entstehende, hochaktive Sauerstoff die Bakterienzellwände bis tief ins Gewebe ohne dabei die körpereigenen Zellen zu beeinträchtigen (keine Nebenwirkungen, keine Sensibilisierung).
Mit dem PACT200-Laser werden in einer Belichtungszeit von 30 Sekunden die Bakterien in einer Parodontaltasche um 99,99% reduziert. In den meisten Fällen reicht diese Belichtungszeit aus. Wenn jedoch in stark eiternden Parodontaltaschen z.B. mehrere Millionen Keime vorhanden sind, bleiben nach einer Reduktion um 99,99% immer noch hundert bis tausend Bakterien übrig.
Bei solch hohen Keimbelastungen empfehlen wir die Belichtungszeit zu verlängern. Durch jeden weiteren 30-sekündigen Belichtungszyklus wird die Bakterienzahl um weitere 99,99% reduziert. Die Belichtung kann beliebig oft nebenwirkungsfrei wiederholt werden ohne dass der eingebrachte Farbstoff verbraucht wird.
Übrigens: Ein abschließender Keimtest sollte frühestens 6-8 Wochen nach der Photoaktivierten Therapie durchgeführt werden, da unter Umständen der Test bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund nachgewiesener Bakterien-DNA falsch positiv ausfallen kann.
Die Cumdente Arbeitskarte zur Photoaktivierten Therapie kann unter www.arbeitskarten.de geladen oder auf Wunsch auch gerne zugesendet werden.
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Ein Stiftkernaufbau ist notwendig, wenn der zu versorgende Zahn bis zum Gingivaniveau quer frakturiert ist. Auch bei dünnen Wurzelkanalwänden zur internen Stabilisierung ist ein Stift zu empfehlen.
Die Auswahl des Stiftaufbausystems erfolgt je nach Wurzelkanalgröße und -verlauf.
Bei sehr großvolumigen Wurzelkanälen empfiehlt sich die Verwendung des Cumdente Appli-Post GFK-Systems. Die Appli-Post GFK stehen in 3 Größen (L10mm, apikaler Durchmesser: 1,2mm, 1,45mm, 1,8mm) zur Verfügung. Die Cumdente Appli-Post GFK zeichnen sich durch eine Längsbohrung aus, welche ein blasenfreies Einbringen des Befestigungskomposits ermöglicht. Auf einen Vorbohrer wird bei diesem System bewusst verzichtet, um die Wurzelwände nicht zusätzlich zu schwächen. Der Appli-Post in der Größe S ist im Querschnitt kreisrund, die beiden Größen M und L sind oval.
Der Glasfaserverbundwerkstoff zur Herstellung der Cumdente Appli-Post GFK wird durch die innovative Prepreg-Technologie, analog der Herstellungstechnik von Flugzeugtragflächen, in Form sogenannter Prepregs gewonnen. Aus diesen Platten, mit mattenförmig im 45°-Winkel übereinander gestapelten, silanisierten Glasfasern, werden dann im Wasserstrahlverfahren quadratische Stangen herausgetrennt, und schließlich auf Hochfrequenz- Bearbeitungsmaschinen mit besonderer Technik unter Wasserkühlung die entsprechenden Stifte gefräst. Die Cumdente Glasfaserstifte verfügen daher über quer angeschnittene, an der Oberfläche freiliegende Glasfasern was einen höchstmöglichen chemischen Verbund ermöglicht.
Bei schmalen Wurzelkanälen empfiehlt sich die Verwendung eines Cumdente Dentinstents. Bei dem Dentinstent handelt es sich um einen aus Titan gefertigten, voll adaptierbaren Wurzelkanalstift, der sich der Geometrie des Wurzelkanals anpasst. Bei einem gebogenen Kanal biegt sich dieser, bei einem geraden Kanal passt er sich im Umriss den in den allermeisten Fällen ovalen Kanalwänden an. In der Regel kann auf die zusätzliche Präparation einer Stiftkavität verzichtet und somit Dentin geschont werden. Der Reststumpf bleibt stabiler. Durch die Formanpassung des Stents erfolgt die Verstärkung des Stiftaufbaus peripher an den Wurzelwänden, was die größtmögliche Versteifung zur Folge hat. Dentinstents sind trotz hoher Zugfestigkeit sehr elastisch, was der Gefahr der Ausbildung von Initialrissen im Stiftaufbau und/oder Stumpf, z.B. bei steifen Metall- oder Keramikstiften, entgegenwirkt. Übrigens: Stents sind vollständig in das Befestigungskomposit eingebettet und dadurch unsichtbar.
Für die Versorgung von sehr langen, gerade verlaufenden Wurzelkanälen stehen bei Cumdente längere Glasfaserstifte zur Verfügung. Das Cumdente Glass Fiber Post- System (bestehend aus 3 Größen: L 20mm, apikaler Durchmesser: 0,7mm, 0,9mm, 1,1mm) verfügt über einen Vorbohrer, da dieser Stift seinen Sitz meist unterhalb des oberen Kanaldrittels findet und daher unter Umständen vorhandenes Wurzelfüllmaterial entfernt werden muss.
Die Cumdente Arbeitskarte zum Stiftkernaufbau kann unterwww.arbeitskarten.de geladen oder auf Wunsch auch gerne zugesendet werden.
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Im Anschluss an die mechano-chemische Wurzelkanalaufbereitung mittels Crown-Down-Technik (Shaping) (z.B. Cumdente RT-File System) unter intensiver Spülung mit 1% Natriumhypochlorid-Lösung sollten die Kanalwände mit Zitronensäure (z.B. Cumdente Root Canal Conditioner) konditioniert werden. Die auch bei sehr sorgfältiger Umsetzung dieses Behandlungsprotokolls überlebenden Fäkalkeime und ggf. in Nischen erhaltenen Biofilme werden durch anschließende Applikation von PACT Fluid Photosensitizer-Lösung angefärbt (1 Minute eindiffundieren lassen). Danach wird jeder Kanal mittels des PACT Light Guide Endo bis zum Apex für 1 Minute (PACT 200) bzw. 2 Minuten (PACT 100) belichtet. Dadurch werden auch hartnäckige Fäkalkeime zu 99,99% eliminiert und Biofilmreste geknackt. Die Farbstoffreste werden nach der photoaktivierten Therapie (Sterilisation) am besten mit sterilem destilliertem Wasser, hilfsweise mit 1% NaOCl-Lösung ausgespült.
Das Toloniumchlorid hat dabei keinerlei negativen Einfluss auf die Ausheilung der periapikalen Läsion. Im Gegenteil, durch die Desinfektion des angrenzenden Gewebes erzielt man auch hier eine Bakterienreduktion um 99,99%.
Vor der definitiven Wurzelfüllung empfiehlt es sich, den Apex mit einem MTA-Zement (Mineralisches Trioxid-Aggregat/ Portland Zement) (z.B. Cumdente, MTA Universal Direct Caps oder Cumdente MTA rapid) zu verschließen. Dies gelingt am besten mit einem längenmarkierten Plugger.
Anschließend wird nun eine herkömmliche kondensierte WK-Füllung oder eine adhäsive WK-Füllung durchgeführt.
Die Cumdente Arbeitskarte zur Wurzelkanalaufbereitung und -füllung kann unter www.arbeitskarten.de geladen oder auf Wunsch auch gerne zugesendet werden.
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Bei der photoaktivierten Therapie wird die Wirkung über die Kombination eines PACT Farbstoffgels bzw. einer PACT- Lösung und einer kompatiblen PACT- Lichtquelle erzielt. Weder der Farbstoff noch die Lichtquelle allein sind wirksam.
Die photoaktivierte Therapie (PACT) funktioniert folgendermaßen:
Der eingebrachte PACT- Farbstoff diffundiert während der Einwirkzeit tief in die Oberflächenrandbereiche von Hart- und Weichgewebe und perfundiert tief in Dentintubuli, Restkaries, Wurzelzement, Wurzeldentin, Saumepithel, Gingiva etc. Nach der Einwirkzeit wird das PACT-Gel/ die PACT- Lösung mit einer PACT- Laserlichtquelle aktiviert. Während der Belichtungszeit absorbiert der blaue Farbstoff das Laserlicht (rot) und überführt den Sauerstoff durch die entstandene Energie in den hochwirksamen, breitbandig und selektiv antimikrobiell wirkenden Singulett-Sauerstoff.
Wird der blaue Farbstoff vor der Belichtung ausgespült, ist die verbleibende Konzentration unbestimmt und unter Umständen nicht ausreichend, um das Laserlicht wirkungsvoll zu absorbieren. Es entsteht unter Umständen bei nicht ausreichender Farbstoffanreicherung zu wenig Singulett-Sauerstoff und somit ein nicht vorhersehbarer antimikrobieller Effekt.
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Es gibt verschiedene Implantatsysteme zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz auf dem Markt. Zum einen gibt es Unterschiede bei der Gestaltung der Patrize, zum anderen wird zwischen ein- und zweiteiligen Implantaten unterschieden.
In Bezug auf das Design der Patrize profitieren die Click Implants von einem flachen Implantatkopf aus Metall, ähnlich den Patrizen des Locator-Systems. Passend zum jeweiligen System gibt es eine Matrize mit auswechselbarem Aktiv-Retainer welche in die Prothese des Patienten einpolymerisiert wird. Der Vorteil einer flachen Patrize z.B. im Vergleich zu einem Kugelkopfsystem ist, dass hier die Hebelwirkung beim Abzug der Prothese sehr gering ist. Es gibt bei den Click Implants eine hohe Toleranz in Bezug auf den Abzugswinkel. Dieser kann bei den Click Implants bis zu 30° betragen. Außerdem können Implantate mit einer flachen Patrize auch erfolgreich in die weichere Knochenstruktur des Oberkiefers inseriert werden. Nach Verlust eines wichtigen Teleskop-Pfeilers kann ein Click Implantat direkt neben ein bestehendes Teleskop inseriert werden und somit können auch erfolgreich Teleskop-Prothesen wieder befestigt werden.
Wir unterscheiden zusätzlich zwischen ein- und zweiteiligen Implantaten. Auch hier bestehen Unterschiede zwischen dem Locator-System und dem Click-System. Bei einem zweiteiligen Implantat (Locator-System) wird ein separat erhältliches Abutment in einem zusätzlichen Arbeitsschritt in die Patrize eingeschraubt. Wenn man von einteiligen Implantaten spricht, spricht man auch von Miniimplantatsystemen, da es aufgrund des einteiligen Designs möglich ist, minimierte Implantatdurchmesser zu realisieren. Durch die Verwendung von einteiligen Implantaten kann auch beim stark atrophierten Kiefer ohne Augmentation implantiert werden um den Halt einer bestehenden oder neu angefertigten Prothese zu verbessern und somit minimalinvasiv und kostengünstig die Lebensqualität der Patienten zu steigern. Durch die Verwendung eines einteiligen Implantates wird außerdem die Gefahr einer späteren Periimplantitis minimiert, da es hier nicht zu einer Infektion der innenliegenden Implantatoberflächen kommen kann.
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Für eine gute Retention während der Einheilphase sollte eine Primärfestigkeit ≥ 40 Ncm erreicht werden. Die Primärfestigkeit kann durch Eindrehen des Click Implantats unter Dehnung des Knochens am Konus des Implantats im Bereich der biologischen Breite gesteigert werden.
Sollte es aufgrund der Knochenqualität nicht möglich sein, eine Primärstabilität von ≥ 40 Ncm zu erreichen, gibt es folgende Möglichkeiten:
Wenn es die angrenzenden Strukturen (z.B. N. alveolaris inf. bzw. Sinus max.) erlauben, kann ein längeres Implantat (Gewindelänge) oder ein dickeres Implantat (NEU: Cumdente Click Implants 3,0mm) verwendet werden.
Alternativ gibt es die Möglichkeit neben der vorangegangenen Bohrung einen zweiten Pilotstollen anzulegen und dabei weniger tief vorzubohren.
Wenn die allgemeine Knochenqualität trotz geringerem Vorbohren nicht ausreichend ist, kann in ausreichendem Abstand (mindestens eine Zahnbreite, ca. 8- 10mm) neben dem Implantat ein zweites oder weiteres Click Implantat inseriert, und die Implantate nach Nahtverschluss gegeneinander für die Dauer der unbelasteten Einheilphase adhäsiv geschient werden.
Wenn die Primärstabilität weniger als 20 Ncm beträgt, sollte das Implantat in jedem Fall entfernt werden und nach 4-6 Wochen Abheilung erneut präpariert und inseriert werden.
Hinweis: Es gibt eine neue, erweiterte Cumdente Arbeitskarte „Prothetik Management“: Download unter www.arbeitskarten.de oder auf Wunsch senden wir diese auch gerne zu.
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Zur Präzisionsabformung, etwa von präparierten Zahnstümpfen oder Inlaykavitäten, werden häufig viskoelastische Abformmaterialien wie Hydrokolloide, Polyether und Silikone eingesetzt. Jede dieser Gruppen hat im klinischen Einsatz ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Hydrokolloide sind für Ihre sehr gute Hydrophilie bekannt. Eine hohe Hydrophilie fördert das Benetzungsverhalten an Zahn- und Weichgewebsoberflächen und sorgt für eine gute Zeichnungsschärfe (Detailwiedergabe <50µm). Aufgrund der hohen Hydrophilie kommt es jedoch häufig zu Blut- und Wassereinschlüssen. Insbesondere wenn diese im Bereich von Präparationsrändern auftreten, sind diese Abformungen unbrauchbar. Die mechanische Belastbarkeit ist jedoch bei Hydrokolloidabformmassen gering. Feine Details am Hydro-Abdruck z.B. dünne Interdentalsepten oder Details am Präparationsrand brechen häufig ab. Hydrokolloide werden häufig als Präzisionsabformmaterial für Inlays, Veneers, Kronen, Brücken sowie als Dubliermaterial verwendet.
Abformmaterialien auf Polyetherbasis zeigen ein gutes Anfließverhalten an hydrophilen Zahn- und Weichgewebsoberflächen, dieses ist jedoch weniger ausgeprägt als bei Hydrokolloiden. Durch die enthaltenen anorganischen Füllstoffe wird die abgebundene Masse sehr hart und ist somit sehr widerstandsfähig. Die Abformungen sind häufig schwer entformbar, dieser Nachteil macht sich vor allem bei stark ausgeprägten Unterschnitten bemerkbar. Polyether Abformmassen werden gerne für festsitzende und herausnehmbare (Implantat-) Prothetik verwendet.
Additionsvernetzte Silikone (Vinyl-Polysiloxane) zeigen mit der Abbindung keine signifikante Schwindung und sind uneingeschränkt lagerfähig. K-Silikone vernetzen dagegen kondensierend und setzen dabei Alkohole frei, die verdunsten. Somit schwinden K-Silikone zum mittels Adhäsiven beschickten Löffel. K-Silikonabformungen führen häufig zu volumengrößeren Modell(Gips)Stümpfen, was die Randspalte darauf gefertigten Zahnersatzes vergrößert.
A-Silikone können mit hydrophilen Gruppen funktionell substituiert werden. Die damit erhaltenen superhydrophilen A-Silikone wie z.B. die thixoForm Abformmassen (Cumdente) zeigen eine hervorragende Benetzung hydrophiler Stümpfe und feuchten Sulki.
Im Gegensatz zu Polyethern lassen sich die hochpräzisen A-Silikonabformungen auch bei grazilen Präparationen und Unterschnitten gut entformen. Die Lagerstabilität ist unbegrenzt.
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Modellierbare Nano-Komposits sind extrem hoch gefüllt. Der Kunststoffmatrixanteil beträgt in der Regel weniger als 20%. Dadurch ist das Benetzungsverhalten des Komposits an der Kavitätenwand sehr reduziert. Oftmals muss das Material gezielt unter Anpressdruck gegen den Kavitätenrand gepresst werden, um ein ausreichendes Anfließen zu erzeugen.
Hinzu kommt das Restwasser in allen gängigen Adhäsivsystemen, das gerade bei gefüllten Adhäsiven und selbstätzenden Adhäsiven nur durch langes Verblasen (ca. 15-20 Sekunden) aus den Grenzflächen entfernt werden kann. Durch ungenügendes Verblasen belassene Wasserrückstände können eine Trennschicht genau am Kavitätenrand verursachen, die oft durch sichtbare Ränder in Erscheinung tritt. Nicht zuletzt kann es durch Auflockerungen der Schmelzprismen im Füllungsrandbereich im Zuge der Präparation mit normal- oder grobkörnigen Diamanten später unter Zugspannung des Komposits zu Schmelzrandfrakturen mit der Folge von Verfärbungen kommen. Aus diesem Grund sind die Kavitätenränder vor der Konditionierung am Besten mit rotierenden Diamantfinierern sorgfältig zu glätten.
Empfehlung: Neuartige Kompositgele wie Cumdente Synamel adaptieren zuverlässig an die Kavitätenränder und führen zu herausragenden Front- und Seitenzahnkompositfüllungen.
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Mit besten Grüßen aus Tübingen,Ihr Prof. Dr. Rainer Hahn
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.cumdente.com
