Die Frage des Monats soll eine interessante Frage einer Kollegin/eines Kollegen besprechen, die für jeden von uns von besonderer Relevanz für die tägliche Praxis ist.
Sie bekommen die Frage bequem als E-Mail monatlich in Ihr Postfach und können diese auch hier im Archiv jederzeit nachlesen.
Die "Frage des Monats" ist sicherlich auch für weitere Kolleginnen und Kollegen von Ihnen interessant. Senden Sie uns einfach deren Name und E-Mail per Online-Formular zu. (Die Daten werden ausschließlich für die "Frage des Monats" genutzt).
Sie können sich jederzeit selbstständig wieder abmelden, ein Klick in Ihre E-Mail genügt und Sie bekommen dann keine weitere E-Mail mehr von uns.
Wie lässt sich am Einfachsten ein Portlandzement (z.B. Cumdente, MTA rapid) apikal einbringen? (Februar 2012)
-
Ein Portlandzement wird zur Überkappung vitaler Pulpen, zum Verschluss von Perforationen sowie als Versiegelungsmaterial für apikal eröffnete Wurzelkanäle eingesetzt.
Der MTA Zement (z.B. Cumdente, MTA rapid) wird aus Pulver und Flüssigkeit zu einer festen, schollenartigen Konsistenz angemischt. Ein Stück MTA rapid Zement wird mit einem Spatel aufgenommen und am Kanaleingang platziert. Die Applikation und Kondensation in die Tiefe gelingt am Besten auf einem längenmarkierten Plugger, der 2 mm kürzer als die ursprüngliche Arbeitslänge eingestellt wird, um einen apikalen Verschluss mit MTA rapid Zement von ca. 2 mm Länge zu erhalten.
Da das Anmischen des etwas bröseligen Materials zu einer festen Konsistenz bisher oft Schwierigkeiten verursachte, gibt es den MTA rapid Zement nun endlich in praktischen Dentalkapseln (z.B. Cumdente, MTA-Universal DirectCaps). Die Kapseln werden nach Aktivierung mit einem handelsüblichen Kapselmischgerät für 30 Sekunden gemischt. Es entsteht ein homogener geschmeidig-stopfbarer endodontischer Reparaturzement, der nun mit einem universellen Handapplikator für alle gängigen Dentalkapseln (z.B. Cumdente, CAP-Applikator) appliziert werden kann.
Kann die photoaktivierte Therapie auch in getrennten Sitzungen durchgeführt werden? (Januar 2012)
-
Die Photoaktivierte Therapie (z.B. Cumdente Pact 200) kann zur Therapie von Parodontitis, Endo, Periimplantitis, Caries Profunda und Weichgewebsinfektionen eingesetzt werden. Diese kann dabei sofort in der ersten Sitzung durchgeführt werden.
In der Paradontaltherapie und Periimplantitistherapie ist es besonders wichtig, die photoaktivierte Therapie (PACT) direkt mit der geschlossenen oder offenen Ersttherapie durchzuführen. Nur so erreichen Sie ähnlich einer systemischen Antibiose die Bakterien bis tief in das Weichgewebe und die Zahnoberfläche hinein. Farbstoffrückstände werden durch Blut rasch ausgespült und sind für die Anlagerung von Saumepithel nicht entscheidend. Die Abtötung von 99,99% sämtlicher parodontalpathogenen Bakterien durch PACT verhindert deren Persistenz in der Tasche und damit ein rasches Wiederaufwachsen in ggf. neuen, nach der Behandlung von supragingival eindiffundierender Bakterien. Auf diese Weise gewinnt man bei gleichzeitig gutem supragingivalen Biofilm-Management verbunden mit Schonung der Weichgewebe (z. B. weiche Zahnbürste, intensive Mundspüllösung, Verzicht auf Zahnseide in den ersten 10 Tagen) gute Voraussetzungen für die Etablierung neuen Saumepithels mit dadurch einhergehendem Verschluss der Tasche.
Die Anwendung in z.B. blutenden Taschen stellt dabei kein Hindernis dar, denn der einzusetzende Farbstoff (z.B. Toluidinblau) kann mehr als 10fach durch Blut verdünnt werden, ohne seine Abtötungsleistung einzubüßen.
Ein Aufteilen der PA-Behandlung in mehrere Behandlungstermine wird nicht empfohlen, da dies möglicherweise zu einer Wiederbesiedelung mit Bakterien und Biofilm durch die noch unbehandelten PA-Taschen führen kann und sich somit auch kein Saumepithel an den gereinigten Wurzeloberflächen anlagern kann.
Weitere Informationen finden Sie unter www.cumdentepact.com
Kann die adjustable Matrix auch als Verbindungselement für die Locator-Implantatprothetik verwendet werden? (Dezember 2011)
-
Uneingeschränkt: Ja! Die adjustable Matrix wurde als universelles Verbindungselement für die Click-, Clickvx- und Locator®-Implantatprothetik entwickelt. Das Titangehäuse zur Aufnahme eines Cumdente Aktiv-Retainers verfügt über einen Einstellring zur Justierung der Abzugskräfte. Im entspannten Zustand ist die Abzugskraft jeweils über die Haltekraft des Aktiv-Retainers definiert. Die Haltekraft kann durch einfaches Drehen des Einstellrings der adjustable Matrix mit dem Matrix Driver stufenlos erhöht werden.
Zur Befestigung der adjustable Matrix in die Prothesenbasis sollte zur Optimierung des Haftverbunds zum Prothesenkunststoff ein Metall Primer auf die Matrize aufgetragen werden. Ein vorheriges Silikatisieren der Metalloberfläche (z.B. mit einem Cumdente Microetcher) wird nicht empfohlen, da möglicherweise Strahlgut ins Gewinde der adjustable Matrix gelangt, so dass sich der Einstellring nicht mehr optimal drehen lässt.