Cumdente - »Frage des Monats«

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Cumdente - Frage der Woche

Aktuell:

2010 - September

Was ist der Unterschied zwischen Infiltrationsadhäsiven und schichtbildenden Adhäsiven?


Antwort:

Durch die Adhäsivtechnik gelingt es, hydrophile (wasserhaltige) Schmelz- und Dentinoberflächen mit hydrophilisierten Kunststoffen (Adhäsiven) und hydrophoben (wasserabweisenden) Komposits zu verbinden. Aufgabe eines Adhäsivs ist es, das mikroretentive Ätzmuster sowie die durch die vorausgehende Säureätzung eröffneten Dentintubuli zu infiltrieren. Dies erfolgt durch einen Diffusionsprozess des Adhäsivs in die Tiefe der Tubuli. Von einer Übertrocknung des Schmelzes und des Dentins nach der Säureätzung ist abzusehen da ein Restwasseranteil in den Tubuli das Einpenetrieren des Adhäsivs in die Oberflächenrandzone fördert (Moist Bonding Technik) und somit zu höheren Dentinhaftwerten und geringeren Postsensibilitäten führt. Das Auftragen des Adhäsives im Überschuss und das intensive Einmassieren über 60 Sekunden bestimmt die Menge und die Tiefe an infiltriertem Material. Durch die Infiltration werden Kunststoffbestandteile tief in die Dentinrandzone eingebracht. Das Dentin wird von der Randzone zur Oberfläche hydrophobiert. Gleichzeitig wird eine Diffusionsbarriere, ein sogenannter adhäsiver Wundverband, erreicht. Ein suffizienter Adhäsivauftrag korreliert daher nicht nur mit einer hohen Komposithaftung, sondern auch mit geringen Postsensibilitätsquoten.

Bei einem Infiltrationsadhäsiv (z.B. Cumdente Adhesive + Activator) wird nach der Polymerisation das mit dem Adhäsiv applizierte Lösungsmittel (Wasser) durch gründliches Verblasen entfernt. Eine im Anschluss applizierte 2. Schicht erzielt einen höheren Anteil an infiltriertem Adhäsivmaterial und verbessert somit die Qualität des adhäsiven Wundverschlusses und die Haftung zum Komposit. Infiltrationsadhäsive werden eingesetzt für hochwertige, großflächige, anspruchsvolle Kompsitfüllungen, adhäsive Befestigungen von Wurzelkanalstiften (nach herkömmlicher WF) sowie aller Arten von laborgefertigten Zahnrestaurationen aus allen gängigen Zahnersatzmaterialien.

Ein selbstätzendes, licht- und selbsthärtendes Nano-Adhäsiv (z.B. Cumdente Etch & Bond) erreicht im Vergleich zu einem Infiltrationsadhäsiv nahezu dieselben Haftwerte auf Schmelz und Dentin, wenn die Schmelzoberfläche zuvor mittels Phosphorsäure vorgeätzt wird (30 Sekunden). Eine Ätzung des Dentins mit Phosphorsäure ist bei selbstätzenden Adhäsiven nicht erforderlich, eher nachteilig. Nano-Adhäsive weisen einige wenige Mikrometer dicke Hybridschicht auf. Um die Hybridschicht möglichst dünn zu halten, ist darauf zu achten, dass ein Nano-Adhäsiv nur einmalig aufgetragen wird und das Adhäsiv vor dem Polymerisieren ausreichend zu trocknen ist. Die Hybridschicht ist für die Passung auch perfekt gearbeiteten Zahnersatzes unerheblich. Sie neigt lediglich mit der Zeit zur Wasseraufnahme und -abgabe, weshalb die Haftwerte, wie bei allen anderen schichtbildenden Adhäsiven, mit der Zeit unter Umständen etwas nachlassen können. Selbstätzende, licht- und selbsthärtende Adhäsive werden eingesetzt für alle Arten an Komposit-/ Kompomerfüllungen, adhäsive Unterfüllungen bei CP, zur Desensibilisierung empfindlicher Zahnstümpfe, Milchzahnfüllungen, adhäsive Befestigung/ Zementierung von Inlays, Veneers, Teilkronen, Kronen, Brücken, Primärteilen aus allen gängigen Restaurationsmaterialien etc., adhäsive Wurzelkanalfüllungen oder Aufbauten.

Archiv:

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Jahr: